Der Bahnlärm in Buchholz und seinen zugehörigen Ortschaften hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Wir alle wissen, dass Lärm krank macht! Von uns wird daher gefordert, Mittel aus dem Budget der Deutschen Bahn für die Lärmsanierung anzufordern und für einen angemessenen Lärmschutz zu sorgen. Es existiert ein Lärmaktionsplan; in dem sind die stark lärmbelasteten Bereiche deutlich gekennzeichnet. Die Notwendigkeit des Lärmschutzes für die Anwohner ist somit schon lange anerkannt! Umgesetzt wurde dieser jedoch nicht. Stattdessen werden schützende Bäume und Sträucher entfernt, wodurch der Lärm nun noch stärker an die Wohneinheiten dringen kann.
Jetzt haben wir wieder die warmen Monate, in denen man gern bei offenem Fenster schlafen möchte.  Dies ist aber unmöglich, da gerade in der Zeit ab 22:00 Uhr die Züge (Güterverkehr) in den genannten Bereichen schon fast ununterbrochen die Strecke passieren. Der Bahnlärm lässt es nicht zu, dass man seine Ruhe findet, OHROPAX sind keine Dauerlösung gegen Dauerlärm!
Dass auf Grund der Zugzahlen zu erwartende Geräusch- und Erschütterungs-Szenario mit weiter zunehmendem Güterzuglärm, der auch von der Umrüstung der Güterwaggons nicht aufgefangen werden kann, wird die Gesundheit, die Lebensqualität und den Immobilienbesitz sehr vieler Menschen, die entlang der Y-Trasse, der Heidebahn – OHE, der Breimeiertrasse, an Strecken im Landkreis Harburg  sowie im gesamten Niedersachsen wohnen, nachhaltig gefährden und belasten.
Rund zwei Millionen Deutsche sind in der Nacht Eisenbahnlärm ausgesetzt, der deutlich über 70 dB(A) und damit im sogenannten Belästigungsbereich liegt.
Es ist deshalb dringend erforderlich, dass die Bundesregierung ihrer im Grundgesetz verankerten Verantwortung für die Sicherstellung der körperlichen und geistigen Unversehrtheit in Deutschland lebender Bürgerinnen und Bürger gerecht wird und hinreichende Investitionsmittel für die kurzfristige Herstellung einer menschenverträglichen, umweltgerechten und zukunftstauglichen Lärmschutz-Infrastruktur entlang der uns betreffenden Bahnstrecken bereitstellt. (Bei dem jetzt vorhandenem Verkehrsaufkommen)
Dabei sind die Forderungen des § 41 BImSchG (BundesImmisionsschutzgesetz), wonach keine schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche hervorgerufen werden dürfen, die nach dem Stand der Technik vermeidbar sind, konsequent Geltung zu verschaffen. Das Schlupfloch des § 41 Abs. 2 BImSchG ist zu schließen. Es darf nicht sein, dass die Verursacher sich über den Hinweis der Unverhältnismäßigkeit der Kosten von Lärmschutzmaßnahmen aus der Verantwortung stehlen.
Dazu gehört, dass Güterwagen schneller mit “Flüsterbremsen” ausgestattet werden. Alte Waggons haben eine Graugussbremse, deren Metall direkt auf das Rad greift und dieses aufraut. Das macht Krach, und der setzt sich nach dem Bremsen fort. Denn raue Räder rollen lauter und machen die Schienen rau, sodass auf denen auch glatte Räder rumpeln. Spätestens wenn raue Räder über raue Schienen rattern, kracht es gewaltig.
Zu den weiteren Forderungen der Bürgerinitiative  gehören, präzisere Lärmmessungen, eine weitere Erhöhung der Trassengebühren für laute Waggons sowie der komplette Wegfall von Eisenbahnprivilegien beim gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutz. Bei den Eisenbahnprivilegien gab es früher einen generellen Schienenbonus von fünf dB, was bedeutete, dass eine Verpflichtung zu Maßnahmen – etwa Lärmschutzwände, geräuscharme Gleise oder “Entdröhnung” von Stahlbrücken – in Wohngebieten nicht schon bei 49 Dezibel wie bei anderen Krachquellen bestand, sondern erst bei 54 dB. Dieser Schienenbonus wurde für Neu- und Ausbaustrecken mittlerweile aufgehoben. Er gilt aber weiter bei unveränderten Bestandsstrecken. Die betroffenen Anwohner müssen einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz haben. Bisher gibt es für Anwohner von Bestandsstrecken nur das freiwillige Lärmsanierungsprogramm des Bundes und der Bahn mit deutlich höheren dB-Grenzwerten. Hierfür sind 2015 im Bundeshaushalt 100 Millionen Euro eingeplant.
Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur muss darauf hinwirken, dass der Bahnsektor die Kostenverantwortung für den Lärmschutz nicht weiter an Staat und Steuerzahler abtreten kann, sondern endlich Güterwagen mit scheibengebremsten Drehgestellen zum Einsatz bringt, die das Lärmproblem an der Wurzel packen. Zudem dürfen hochbelastete Güterzugstrecken wie beispielsweise unsere, zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm, Erschütterungen und Gefahrgutrisiko nicht länger durch die Wohnbebauung/Wohngebiete, auch nicht angrenzend geführt werden. Es darf auch kein zusätzlicher Güterverkehr entstehen.
Wenn jetzt nichts getan wird, drohen uns mittelfristig Folgekosten in Milliardenhöhe für die medizinische Versorgung betroffener Lärmopfer sowie mindestens ebenso hohe Wertverluste im Bereich öffentlicher und privater Infrastrukturanlagen und Immobilien. Solche vorhersehbaren Entwicklungen zu verhindern gehört zu den Aufgaben der Politik und der Bahn! Wenn „Mehr Güter auf die Schiene“ politisch, verkehrstechnisch und gesellschaftlich gewünscht wird, muss dies auch bedeuten, dass erheblich mehr in die Umweltverträglichkeit der schienengebundenen Verkehrsinfrastruktur investiert wird.
Begründung / Forderungen:
Lärm macht krank! Das gilt auch für Verkehrslärm. Mittlerweile gibt es medizinische Studien, in denen nachgewiesen wurde, dass Flug-, Bahn- und anderer Verkehrslärm zu Gefäßveränderungen und somit zu erhöhtem Schlaganfalls- und Infarkt-Risiko führt.  Die Gesundheit hunderttausender Anlieger dieser Bahnstrecken ist latent gefährdet.
Wir wollen verhindern, dass der geplante Ausbau der Y-Trasse zukünftig für den Güterverkehr die Strecke der Heidebahn – OHE  zwischen Buchholz i.d. Nordheide – Soltau nutzt um damit für zusätzlichen Lärm sorgt.
  • Wir sind gegen die mögliche Y-Trasse (Güterverkehr) mit mehr als 200 Zügen pro Tag über die Strecke Hamburg – Bremen!
    Wir sind dagegen, dass die Natur zerschnitten wird und  Lebensräume vernichtet werden!
    Wir wollen nicht, dass der Naherholungswert wird zerstört wird  und Ortschaften zerteilt werden!
    200 – 300 Züge = Dauerverkehr! Das wollen wir nicht!
    Wir wollen nicht, dass der bisherige Personenverkehr durch den Trassenbau eingeschränkt oder sogar eingestellt wird!
    Wir wollen nicht noch mehr erhebliche Lärmbelästigung und Bodenvibrationen für die Menschen in den betroffenen Regionen!
    — Bürgerinitiative Y-Trasse Buchholz — – Buchholz im August 2015 –